In Gedenken

Wir wollen auf diesen Seiten unseren Schützlingen gedenken, welche es nicht geschafft haben eine eigene Familie zu finden.

Es bricht mir das Herz, wenn wir einen von unseren verlieren, entscheiden zu müssen und bei ihm zu sein, wenn er seine letzte Reise antritt. Ein Gefühl der Wut, der tiefen Trauer und des Versagens liegt dann in mir. Diese Hunde habe ich dann meist Jahre begleitet, ihre Vorgeschichte liegt einem schwer im Magen, der Tag an dem ich sie abgeholt und mit zu uns genommen habe, so, wie viele Erlebnisse mit ihnen, bleiben für mich unvergessen.

In meinem Herzen werden sie immer einen Platz haben, gefüllt mit Liebe und Traurigkeit.

 


"Quando"

† 21.12.2010

Quando, mein ewiger Clown, immer den Schalk im Nacken...

ich wurde von einem anderen Tierschutzverein gebeten, Dich aus dem Tierheim Berlin zu holen, man hatte bedenken, dass...

Im März 1999 holte ich Dich ab, nicht ahnend, dass es eine lange Freundschaft wird. Die erste Zeit nahmst Du mir eine Menge Nerven, manch Schritt bescherte mir fast einen Beinbruch, da Du Dich wieder mal in meinen Schnürsenkeln verbissen hattest oder Du mich, ich auf einen Stuhl sitzend, mit Anlauf ansprangst, so dass wir beide meterweit flogen. Der Stuhl musste kaputt entsorgt werden... Beim Spazieren immer wieder laut am Bellen warst. Deine Abneigung gegen andere Rüden, wo Du beim Üben, an denen vorbei zu laufen, auch ab und an heftig in meinen Oberschenkel gezwickt hast. Die Hundeschule früher, wo Du mich immer blamiert hast. Beim "Platz" Dich immer auf den Rücken geschmissen hast und mit Deinen Haxen an meinen Waden abgestemmt hast...

Ich lernte Dich lieben und all Deine Scherze brachten mich dann nur noch zum Lachen.

So viele Jahre waren vergangen, nie kam der passende Mensch für Dich, so versuchten wir, für Dich deine Familie zu sein.

Am 23. Mai 2010 zogst Du das erste Mal seit 1999 um, zu mir ins neue Haus. Dein erster weg war ins Wohnzimmer auf die Couch, nach 12 Jahren Zwinger! 

Wir haben hier soviel Spaß miteinander gehabt... Ob Du mir auf der Couch ins Kreuz gesprungen bist, um Ruckzuck mein Haarband zu dieben oder ob Du die neu gekauften Decken und Socken, welche im Eingang lagen, ins Körbchen schlepptest und Dich darüber freutest wie ein Doofer. Dein geschenktes Kissen von einer Patin von Deinen Zimmer aus quer über den Hof zerrtest um es mit ins Wohnzimmer zu nehmen und an den Treppen des Wohnhauses nicht weiter kamst. Ich ir helfen musste, laut lachend über die Mühe, welche Du Dir gabst. Den Igel, den ich im Garten vor Dir in Sicherheit bringen musste und Du dann nachts um 4 Uhr belltest wie ein Irrer, nur damit ich Dich rauslasse, weil Du nachsehen wolltest, ob der Igel noch da ist. Du noch immer mal unsere Besucher mobbtest, sie verbelltest und zwicktest, die Freude stand Dir dabei im Gesicht geschrieben. Einmal unsere Birgit geärgert hast und sie es Dir energisch untersagte, Dich einfach umdrehtest, als wenn Du sagen wolltest: "Na dann nicht Olle, dann nehme ich halt die andere daneben!", um diese dann weiter zu nerven. An der Terrassentür zum Schlafzimmer standest und immer überlegtest: Bett, Rüde von Christine knurrend in der Box sitzend..., Dich entschlossen hattest, an seiner Box, trotz Getöse von ihm, vorbei zu preschen, um dann auf meinem Bett zu toben mit einem ätschebätsch, nänänänä, im Gesicht. Ich Dich einmal verzweifelt überall auf dem Grundstück und im Haus gesucht habe und Dich dann entdeckte vom Hof aus, wie Du hinter der Terrassentür im Schlafzimmer mich dabei schwanzwedelnd und mit einem belustigten Gesichtsausdruck beobachtet hattest.    

Es waren so viele Begebenheiten in dieser kurzen Zeit hier mit Dir... Wir alle liebten Dich, für Deinen ewigen Schalk im Nacken, aber auch für Deine Küsschen, welche Du verschenktest, für Deine Schmuseeinheiten. ich bin so froh, Dich noch hier in der neuen Unterbringung gehabt zu haben, Dich nochmal so nah erleben zu können, Dir noch mal eine für Dich andere schöne Zeit geben zu können...

Ich freute mich so, dass Du Deinen ersten Weihnachtsbaum sehen und was Du mit ihm anstellen würdest...

Noch am Abend vor Deinem Tod haben wir die Weihnachtspakete für Euch fröhlich sortiert...

Bis später, mein ewiger kleiner Clown..., mein Quandolein...

Er schloss am 21.12.2010 um 13 Uhr in meinen Armen mit Hilfe der Tierärztin für immer die Augen... Seine Urne ist hier bei mir...

Er litt an einen Herz- und Lebertumor... und wurde fast 14 Jahre alt...

"Ronny"

 † 04.09.2010

 

Ronny schloss sine lustigen Augen in den Morgenstunden des 04. Septembers 2010 für immer.

Eine Fehldiagnose des Tierarztes führte dazu. Am Sonntag zuvor hatte er Erbrechen, welches mit einem Medikament aufhörte. Doch er wollte am Montag nicht fressen. Dienstag früh besuchte ich mit ihm den Tierarzt und ließ ihn Kontrastmittelröntgen, um abzuklären, ob eventuell ein Fremdkörper schuld wäre. Es war in den Aufnahmen keiner zu erkennen. Auffällig war, dass Ronny kurz vor der letzten Aufnahme zusammenbrach und Kreislaufversagen hatte. Trotz meines Drängens fand keine Öffnung des Bauchraums statt. Es wurde auf einen Mageninfekt getippt und man wollte die Blutwerte abwarten. Mittwoch kamen diese und waren unauffällig. Auf mein erneutes Drängen, Ronny ging es sichtbar schlechter, wurde ihm am Donnerstagmorgen der Bauchraum geöffnet. Was dort zu finden war, besiegelte seinen Tod.

Ein Stück Gummispielzeug lagerte im Darm, dieses hätte nicht das große Problem gemacht, wenn er nicht Gras danach gefressen hätte. Es konnte nicht durch den Darmtrakt gelangen und zerschnitt ihm den Darm. Er wurde über drei Stunden operiert, er hatte eigentlich keine Chance. Während der Operation wollte ich aufgeben, doch der Tierarzt war sichtlich verzweifelt über seine Fehldiagnose. Er überstand die Operation gut und wir brachten ihn danach stationär in die Klinik. Dort versprach man uns eine 1-2stündige Überwachung und einen sofortigen Anruf, wenn sich etwas verschlechtert. Freitagvormittag konnte ich ihn besuchen und ging ein Stück am Waldesrand der Klinik mit ihm spazieren, wir setzten uns in die Sonne und Ronny schenkte, wie immer, lauter Schlabberküsse. Es ging ihm den Umständen entsprechend erstaunlich gut. Die Klinik beschloss ihn Freitagabend erneut zu operieren um die Bauchhöhle zu spülen, entgegen meinen Einwänden.  Gegen Abend bekam ich einen Anruf, dass alles gut verlaufen wäre. Samstagmorgen wollte ich ihn erneut besuchen. Gegen 9 Uhr bekam ich einen Anruf, dass er im Sterben liegt. Ich fuhr sofort los, kurz bevor ich ankam verstarb er. Erst dort erfuhr ich, dass es ihm bereits seit Mitternacht schlecht ging, man trotzdem nur alle vier Stunden nach ihm schaute! Er starb an einer Sepsis, ausgelöst durch den ausgetretenen Darminhalt. Man ließ ihn einfach langsam daran sterben, entgegen unserer Absprache mit der Klinik, sofort anzurufen, wenn dies eintritt, ich dann sofort komme und wir ihn in meinem Beisein einschlafen lassen, ihn erlösen. Ich bin entsetzt über die Klinik und zutiefst erschüttert!

Ich schreibe das hier alles so ausführlich, weil ich es für mich aufschreiben muss. Ich kann und werde das nie verarbeiten und auch die Monate, welche vergangen sind, lassen es nicht verblassen...

Seine Urne steht hier im Haus, ich holte ihn aus der Klinik ab und fuhr mit ihm ins Krematorium.

Er starb so unnötig und dann auch noch so...

Ronny war acht Jahre alt, ein lustiger, lebensfroher Hund, ein Wadenschlecker und Knutscher. Er war verträglich mit seinen Artgenossen und liebte den Menschen, war immer freundlich. Nie habe ich verstanden, warum ihn keiner ein Zuhause geben wollte.

Ich vergesse nie seinen letzten Knutscher und wie er sich nach mir umdrehte, ich ihn versprach, dass wir uns morgen wieder sehen, alles gut wird...

Es tut mir so leid!

Mein RonRon, Du bist für immer in meinem Herzen...

Viele Tränen sind geflossen, meine Worte versiegt...

...  

 

 

"Banja"

  † 05.01.2010

Bunny Maus verließ uns am 05.01.2010 für immer. Ich werde sie für ewig in meinen Herzen behalten...

Banja kam am 24.07.2005 zu uns. Sie musste seit 2000 in Verwahrung leben, ohne Heizung, ohne Sozialkontakte zu Hunden und Menschen, ohne Auslauf, ohne Umweltreize...

Sie war einer der Bremer Stadtamthunde. In der gewerblichen Unterbringung galt sie als unverträglich mit anderen Hunden, weil sie immer "so tut" am Gitter.

Banja war eine Hündin, welche einem immer nur Freude machte. "Schwer verheiratet" war sie mit dem Rüden Rudi und lebte all die Jahre mit ihm zusammen. Die beiden hatten sich gesucht und gefunden!

Sie lebte zum Schluss bei uns im Hause in der neuen Unterbringung und hatte ein normales Leben, wie in einem richtigen Zuhause! Sie genoss es im Wohnzimmer auf der Couch zu liegen und in ihrem Zimmer mit Rudi im Bett zu kuscheln. Sich in der Sonne zu aalen und beim Kochen zuzusehen. Mit ihr spazieren zu gehen war eine Freude, immer aufmerksam, immer fröhlich und folgsam. Ich werde ihre Samtschnute, womit sie zärtlich Küsschen verteilte vermissen. Sie war eine liebevolle und traumhafte Hündin.

In der Nacht zum 2. Januar hatte sie den ersten Krampfanfall, das Wochenende weitere kleine, am Montagmorgen beim Tierarzt wurde Herz, Abdomen, Blutbild und neurologische Untersuchung gemacht. Alles ohne Befund. Am Montag gegen 17 Uhr einen weiteren schweren Anfall. Ich verbrachte die Nächte mit ihr und Rudi.

Dienstag kurz nach 10.30 Uhr legten wir sie für ein MRT des Gehirns in Narkose..

            Kurz nach 12.00 Uhr ließ ich sie für immer weiter schlafen.

Friedlich schlief sie hinüber...

Banja hatte einen Gehirntumor, sie wurde ca. 11 bis 12 Jahre alt!

        Am 15.01. trat ich mit ihr ihre letzte Reise ins Krematorium an. Ihre Urne steht bei Rudi im Zimmer.

Ich vermisse Dich so sehr...                     

"Gino"

*30.05.1999          † 21.04.2009

Es war Samstag der 18.04.2009 als ich merkte, mit Gino stimmt was nicht. Zuerst dachte ich er hat wieder mal zu viel Gras gefressen und nun Bauchweh..., abends hat eine befreundete Tierärztin mobil den ersten Ultraschall vom Bauchraum gemacht. Es sah nach einem großen Tumor aus, Montag früh noch mal zu einem weiteren Ultraschall, niederschmetterndes Ergebnis, scheinbar inoperabel, nicht zu sehen von welchem Organ der Tumor stammt. Lunge geröntgt, alles in Ordnung.

Entscheidung ihn zu operieren...

Montagabend verbrachte er noch ein paar Stunden bei mir Zuhause, zum Schlafen habe ich ihn zu seiner langjährigen Partnerin Tate in die Pension gebracht!

Dienstag morgen: Ich hole ihn aus der Pension ab, eine schwarze Krähe kreist über uns...

Eine Stunde Fahrt zum Chirurgen. Gino legt seinen Kopf mit halb geschlossenen Augen auf meinen rechten Arm und ich kraule seinen Kopf, während dessen ich fahre. Ab und an schaut er aus dem Fenster auf die weiten Felder...

11 Uhr, ich versprechen ihn, während dessen die Narkose in seine Vene fließt, das alles gut wird...

Im OP sehen wir einen großen Tumor der Milz, Lymphen befallen, Bauchspeicheldrüse sieht auch schlecht aus...

11.20 Uhr unmerklich, ohne sichtbare Reaktion geht Ginolein in Narkose hinüber..., ich streichle ihn sanft...

Zwei Tage später ein letzter Weg mit ihm, ich fahre mit seiner Hülle ins Krematorium, mit seiner Urne dann zurück zu mir nach Hause.

Ich bin wütend..., wieder ein Hund, der nie wieder eine eigene Familie haben durfte. Schuld daran: Die Person, welche sich ihn angeschafft hat und die Verantwortung für ein lebendes Wesen nicht übernommen hat!

Es tut mir so leid...

"Asta"

† 05.02.2007

 

Am morgen des 05.02.2007 gegen 8.30 Uhr fanden wir unsere Asta scheinbar schlafend in ihrem Körbchen, sie war tot. Wie immer lag sie quer im Korb, den Kopf über die Kante liegend, beide Augen waren geschlossen. Ihr Lieblingsholzstück lag neben ihr im Korb. Sie sah sehr friedlich aus. Tilo, der sie fand, ließ sie so liegen bis ich da war. Sie muss in den frühen Morgenstunden eingeschlafen sein.

Als ich Asta kennen lernte war der 28.02.2005, sie war untergebracht, wie so viele andere, in der gewerblichen Unterbringung für die Bremer Stadtamthunde. Seit dem Jahr 2000 musste sie dort als ehemalige Sicherstellung leben, auf Heizung und viele noch wichtigere Sachen musste sie verzichten.

Sie war ein wirklicher Wildfang und so voller Übermut.

Am 27.02.2006 war sie vorerst der letzte Bremer Stadtamthund den wir übernehmen durften.

Sie war inzwischen, wie der Rest der dort verbliebenen Hunde, anderweitig untergebracht worden.

Sie war so brav im Auto, ja sie liebte das Autofahren. Bei uns angekommen, merkten wir schnell, dass sie einfach keine Erziehung genossen hatte. Es hieß immer man kann sie nicht frei laufen lassen, da sie unverträglich sei und immer die anderen Hunde am Gitter angreifen würde.

Sie genoss es so, endlich frei durch den Auslauf zu rennen, entspannte schnell beim schmusen, war aber immer das Mädchen mit einem überschäumenden Temperament.

Sie hatte wahre Anfälle im Auslauf, rannte zuerst jeden über den Haufen, später nur noch Besucher, grins. Drehte, schlug Hacken und rannte mit einem wilden Knurren umher, je mehr ich lachte, desto mehr setzte sie noch einen drauf., bis sie irgendwann wieder bei mir Sitz machte, angelehnt an meinen Beinen, sich kraulen ließ und ihre kleine Welt mit einem Grunzen beobachtete.

Mindestens immer eine Stunde bevor es Fressen gab, sabberte sie in fröhlicher Erwartung ihren Fußboden zu…, ein gefordertes Sitz für ein Leckerchen entlockte ihr immer das schönste schielen, schwer konzentriert sitzen zu bleiben und das Gute nicht aus den Augen zu verlieren.

Gerne nahm sie immer wieder in einem Anfall von Übermut die Hand oder den Arm zwischen ihren Zähnen, am liebsten damit losrennen wollend. Auch ihre Tierärztin blieb davon nicht verschont, aber jeder wusste ja, dass sie es nie böse meint, es war einer ihrer Arten Zuneigung zu zeigen. Und sie hatte schnell gelernt, dass man dabei nicht seine ganze Kraft einsetzten darf.

Das Jahr, wo ich sie gut kennen lernten durfte, verging viel zu schnell. Es war eine Freude ihr zuzusehen, welche Fortschritte sie machte und wie sehr sie ihr nun freieres Leben genoss.

Sie spielte gerne die Hunde am Zwingergitter an und seit kurzen konnte sie nun auch mit ihrem direkten Nachbarn Fritzie rennen.

 

Es ist der erste Hund, welcher seit 1999 bei uns in der Anlage die Augen für immer schloss. Der erste Hund, wo wir keine Chance hatten, noch mal eine eigene Familie für sie zu finden. Sie starb so unerwartet und plötzlich.

Kurz zuvor hatten wir ihr Herz mit Ultraschall untersuchen lassen und es war alles bestens.

 

ASTA verstarb mit ca. 8 Jahren im Schlaf an akutem Herzversagen.

 

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